Gemeindereferentin Marita Delheid nimmt Abschied und geht neue Wege

Für mich ist es mit dem Eintritt in den Ruhestand zum 1. Oktober diesen Jahres an der Zeit, neue Wege zu beschreiten, darüber zu staunen, sich von ihnen überraschen zu lassen, ihnen mit aller Kraft zu folgen und bei jedem Schritt auf Gottes bestärkende Wegbegleitung zu vertrauen. Immer wieder neue Wege einzuschlagen, hat auch meine Zeit als Seelsorgerin geprägt.
Mein beruflicher Weg begann im März 1999 mit meiner Assistenzzeit in St. Martinus, Richterich, und St. Heinrich, Horbach. In den Gemeinden, die damals schon in vielem eine Weggemeinschaft bildeten, habe ich mich willkommen gefühlt und konnte kostbare Erfahrungen zur Vorbereitung auf den Dienst als Gemeindereferentin sammeln.
Im Mai 2002 wechselte ich dann in Verbindung mit meiner Beauftragung zur Gemeindereferentin im Bistum Aachen zur Gemeinde St. Hubertus, Kronenberg, und konnte in einem Team aus Pastoralreferent, priesterlichem Mitarbeiter und moderierendem Pfarrer neue pastorale Wege für mich entdecken. Ein großes Geschenk war, in einer auf einen „Berg“ konzentrierten Gemeinde alle Einrichtungen, Gremien, Gruppen und Kreise kennenzulernen, um mein eigenes berufliches Profil zu entwickeln. Besonders beeindruckt hat mich die vielfältige ökumenische Zusammenarbeit seitens der ehren- und hauptamtlich Engagierten von St. Hubertus und Dietrich-Bonhoeffer-Haus, aus der sich sogar die Idee entwickelte, in Zeiten schwindender Ressourcen bei Finanzen und Personal die Gemeinden unter einem Dach zu vereinen.
Doch der Strukturwandel holte uns ein und mit der Bildung einer Gemeinschaft von Gemeinden mit St. Jakob, Heilig Geist, St. Hubertus und Maria im Tann 2006, der Fusion zur Pfarrei St. Jakob 2010 und schließlich die Bildung des Pastoralen Raumes Aachen-West/Nordwest zum 1. Januar 2025 blieb allein der Wandel das Beständige. Bei diesen Veränderungen war es mir in Abstimmung mit den pastoral Verantwortlichen möglich, Schwerpunkte in der Katechese mit Familien auf dem Weg zur Erstkommunion, in der Senior:innen-, Trauer- und Frauenpastoral zu setzen und Projekte im Rahmen des Forum Jakob zu gestalten und mich mit größer werdenden Räumen vertrauter zu machen. Die Beauftragung zur Regionalen Senior:innenseelsorge AC-Stadt wurde für mich in den vergangenen sieben Jahren zu einer besonderen Herausforderung mit Blick auf größere Räume.
Ihnen und Euch bin ich dankbar für den geteilten Glaubensweg, für die zahlreichen Begegnungen, Gespräche, gemeinsamen Aktionen, Projekte und Gottesdienste in jeglicher Form. Als ich meinen Weg damals im äußersten Nordwesten begann, hätte ich mir nie vorstellen können, dass sich ein gemeinsamer Pastoraler Raum eines Tages von Horbach bis zum Preuswald erstrecken könnte. Nun ist es aber soweit und ich wünsche uns allen immer wieder den Mut zu neuen Wegen im Vertrauen darauf, dass Er an unserer Seite geht. Nach meiner offiziellen Verabschiedung aus dem Dienst freue ich mich darauf, in vertrauter Gemeinschaft Ende September noch einmal Erntedank am Hasselholz in einer Atmosphäre zu feiern, die mich in all den Jahren immer wieder berührt hat.
Marita Delheid
P.S.: Zukünftig engagiere ich mich im ehrenamtlichen Team des Seniorenclubs Heilig Geist, Körnerstr. 22a, 52074 Aachen, einem offenen Treffpunkt für die Generation 60+. Gemeinsam stehen wir dort dienstags in der Zeitspanne 14.30-17.00 Uhr während der Öffnungszeit zu Infos, Beratung und Hilfen rund ums Älterwerden zur Verfügung.
Kontakt: marita_delheid@web.de